STT
Veranstaltung: ADAC Westfalen Trophy Nürburgring
Datum: 17. - 18. September
Wetter: trocken – 13 °
Distanz: 25 Minuten + 1 Runde

Training 9. und 10. Wertungslauf

Schon im Training ließ Michael Schrey keinen Zweifel an seinen Meisterschafts Ambitionen und dominierte beide Trainingssitzungen eindeutig. Rolf Rummel konnte mit Oelleck am Motor seine Zeit aus dem 1. Training nicht verbessern. Hinter Schrey und Rummel folgten die Piloten Snel, Herold, Schönemann und Römer, auf Platz sieben der Berliner Reinhard Sadlowski, der seinen Audi immer besser in den Griff bekommt. Enttäuschung hingegen bei Tabellenführer Joachim Bunkus; keine richtige Leistung war seine erschütternde Bilanz, das hieß auch gleichzeitig: Motorwechsel! Gleiches Schicksal ereilte auch Willi Herold, aber nicht nur wechseln, sondern aus zwei mach eins.

9. Wertungslauf

Mit einem klaren Start – Ziel Sieg des Wallenhorsters Michael Schrey (Porsche 911 Turbo) endete der neunte Wertungslauf der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings.
Nach Trainingsbestzeit trat er im 26 Teilnehmer starken Starterfeld bei strahlendem Sonnenschein die Flucht nach vorn an und gewann mit 2,778 Sekunden Vorsprung vor dem Niederländer Rene Snel (Porsche 996 GT3 RS) und Willi Herold im bärenstarken Audi S2. "Bevor ich die Teile hinterher aufsammeln muss, höre ich lieber auf...", so Rolf Rummel, der in der Anfangsphase noch auf dem zweiten Rang unterwegs war und mit Motor – und Getriebeproblemen vorzeitig aufgab.

Hinter dem Gesamtssieger kamen in der Klasse über 4000 ccm die zwei Chevys mit Michael Überall und Nico Unteregger ins Ziel.

Rene Snel hieß der Schnellste bei den GT - Boliden bis 4 Liter Hubraum.
Ihm folgte der Allgäuer Robert Römer auf einem Porsche 996 GT3 Cup vor dem DP Porsche 935 mit dem STT Promotor Rolf Krepschik, der Lust auf einen Renneinsatz hatte: "Mal wieder so richtig Gas zu geben, macht schon Spaß, da kommt man nicht von los".


Den Sieg in der Tourenwagen Klasse über 3000 ccm konnte der Gesamtdritte Willi Herold für sich verbuchen. Der Motorwechsel nach dem Training hat sich somit gelohnt.

Fest in bayerischer Hand war einmal mehr die Klasse der Tourenwagen bis 3 Liter Hubraum, die Robert Egner (Audi A 4 Turbo) für sich entschied. Nach dem Ausfall von Reinhard Sadlowski, der am Ausgang der Mercedes Arena das linke Hinterrad verlor (Felgenstern gebrochen) und aufgeben musste, fuhr er den Klassensieg ungefährdet nach Hause.

Die spannendste Entscheidung des Tages hatte die Klasse der Tourenwagen bis 2 Liter Hubraum zu bieten. Rundenlang fightete hier der Meisterschaftsführende Joachim Bunkus mit Peter Preuß (BMW M3). Im Ziel hatte dann Triumph Dolomite Pilot Bunkus mit 1.408 Sekunden Vorsprung die Nase vorn und verwies den Passauer Helmut Maier (VW Spiess Golf), sowie Preuß auf die weiteren Plätze.

 

10. Wertungslauf

Wie schon am Sonntagmorgen konnte auch im zweiten Lauf am Nachmittag Michael Schrey, der parallel zur STT auch in der Seat Super Copa unterwegs ist, niemand das Wasser reichen. Hinter dem Porsche Piloten tobte sich zwar Willi Herold im Audi auf dem zweiten Platz aus, musste aber von Zündaussetzern geplagt die Jagd nach neun Runden abblasen und wurde, noch als Gesamtzwölfter gewertet, mit dem Klassensiegerpokal belohnt.

Rene Snel (Porsche 996 GT 3 RS) erbte somit den zweiten Platz, den er vor dem Dänen Lars Schönemann im Allrad-Porsche 993 GT2, verteidigte.

Bei den GT`s über 4000 ccm folgten hinter Klassenprimus Schrey, Lars Schönemann und Nico Unteregger. Dieser konnte im zweiten Lauf das Chevy Duell mit Michael Überall, der mit technischen Problemen unterwegs nicht das komplette Leistungsvermögen des Hubraumboliden abrufen konnte, für sich entscheiden.

Die Reihenfolge bei den GT Fahrzeugen bis 4000 ccm glich einer Wiederholung des ersten Rennens mit dem Porsche Quartett Snel vor Römer, Krepschik und Gaststarter Michael Bartschak auf einem 996er Modell.

Nicht nur Robert Egner (Audi A 4 Turbo) war einmal mehr schnellster Tourenwagen bis 3000 ccm, auch der als STT Spitzenreiter in die Eifel angereiste Joachim Bunkus entschied die 2 Liter Klasse wieder mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Berliner M3 Fahrer Peter Preuß für sich.

Neuer Tabellenführer ist erstmals in dieser Saison das Team Wolfgang und Michael Schrey, das Vater Sohn Gespann unter der Bewerbung H&R Spezialfedern Lennestadt, geht mit einem minimalen Vorsprung von 0,94 Punkten in die beiden letzten Läufe. Der zweitplatzierte Joachim Bunkus muß nun auf eine volle 2 Liter Klasse hoffen oder auf zwei Siege des Turbo Piloten Rolf Rummel. Theoretische Chancen hat auch noch der Niederländer Rene Snel mit aktuellen 64,29 Punkten.

Die Titelentscheidung wurde so auf das RGB Saisonfinale Mitte Oktober an selber Stelle vertagt, wenn letztmals für 2005 die Cracks der Spezial Tourenwagen Trophy an den Start gehen.

Ergebnisse 1. Lauf:

  1. Michael Schrey Porsche 911 Turbo (KS GT über 4000ccm)
  2. Rene Snel Porsche 996 GT3 RS (KS GT bis 4000 ccm)
  3. Willi Herold Audi S2 (KS TW über 3000 ccm)
  4. Robert Römer Porsche 996 GT3 Cup
  5. Michael Überall Chevrolet Corvette
  6. Robert Egner Audi A4 Turbo (KS TW bis 3000 ccm)
  7. Krepschik Rolf DP Porsche 935
  8. Joachim Bunkus Triumph Dolomite (KS TW bis 2000 ccm)                  
  9. Helmut Maier VW Spiess Golf
  10. Peter Preuß BMW M3

Ergebnisse 2. Lauf:

  1. M. Schrey
  2. Snel
  3. Lars Schönemann Porsche GT2

  4. Römer
  5. Nico Unteregger Chevrolet C4-R
  6. Egner
  7. Krepschik
  8. Bunkus
  9. Preuß
  10. Michael Bartschak Porsche 996